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Projektleitung: Prof. Dr. Stephan Starischka
Mitarbeiter: Claudia Kauert, Natalie Gr黚er, Thomas Homringhaus, Alexandra Frie
   
Auftraggeber: Bundesanstalt f黵 Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Dortmund (F1580)
Laufzeit: 1998 - 2000

Ziele und Inhalte
Ziel des Forschungsvorhabens war es, mit Hilfe sportwissenschaftlicher Erkenntnisse und Verfahren in einem mehrstufigen Herangehen Auswirkungen individuell konzipierter Bewegungsprogramme (Fit-Karten-Konzept) auf ausgew鋒lte motorische und kognitive Pers鰊lichkeitsvariablen von B鋍kereiverk鋟ferinnen prozessbegleitend und in engmaschigen R點kkopplungsintervallen zu erfassen, zu beschreiben und zu bewerten. Ein Teil der Untersuchungsergebnisse wurde dann herangezogen, um erste Anregungen f黵 den Komplex der Qualit鋞ssicherung im Sinne einer 创Systemischen Gesundheitsf鰎derung in B鋍kereibetrieben创 zu geben.

Das von uns eingesetzte Fit-Karten-Konzept ist zu kategorisieren als personenbezogener Interventionsansatz, der auf eine Modifikation des Verhaltens und kognitiv-emotionaler Merkmale und Prozesse abzielt. Dieser Ansatz versucht, eine Vielzahl von Methoden wie Information, Aufkl鋜ung, Instruktion, Beratung, Seminar, Kurs, Gruppenarbeit u.a.m. zur Ansteuerung unterschiedlichster Zielbereiche wie F鰎derung des Problembewusstseins und des Wissens, Aufbau von F鋒igkeiten und Fertigkeiten (创skills创) u.a.m. zu nutzen.

Die Komplexit鋞 des Projektziels machte es prinzipiell notwendig, Teilziele abzuleiten und sie in definierten Arbeitsschritten anzusteuern.
Als Arbeitsschritte wurden festgelegt:

1. Vorbereitende Arbeitssitzungen (Information, Koordinierung, Organisation) mit den Partnern der Untersuchung,
2. Informationsveranstaltung(en), eingebunden im Arbeitsablauf vor Ort,
3. Durchf黨rung von T鋞igkeits- und Bewegungsanalysen (Betriebsbegehungen, checklistengest黷zte Aufzeichnung spezifischer T鋞igkeiten),
4. Durchf黨rung von fragebogengest黷zten bzw. Leitfaden-Interviews (u.a. Items zu Befindlichkeit, Einstellungen, Bewegungsgewohnheiten, Gesundheitsbewusstsein, Stimmungslagen vor Ort),
5. Erfassung ausgew鋒lter motorischer F鋒igkeitszust鋘de/Funktionspotentiale mit Hilfe sportmotorischer F鋒igkeitstests (Merkmalsstichprobe: Motorische Kraft, Beweglichkeit/Dehnf鋒igkeit, Motorische Ausdauer, Motorisches Gleichgewicht, Kin鋝thetische Differenzierungsf鋒igkeit, erg鋘zt um Muskelfunktionspr黤ungen vor Ort).

Auf der Basis der Ergebnisse der Arbeitsschritte 1 bis 5 schlossen sich
- die Erstellung individueller Bewegungsprogramme (Fit-Karten-Konzept, Schwerpunkt Minipausen - Bewegungspausen - Minitrainings-Bausteine am Arbeitsplatz) sowie
- die Einweisung in die Bewegungsprogramme vor Ort an.

Im Rahmen der als 创Praxisnahe Evaluation创 (vgl. hierzu auch BZgA 1999) zu kennzeichnenden sportwissenschaftlichen Begleitung wurden als 8. Arbeitsschritt
a) die Fit-Karten-gest黷zten Bewegungsaktivit鋞en prozessbegleitend dokumentiert,
b) die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der mehrmonatigen Durchf黨rung ihrer Bewegungsprogramme begleitet (u.a. mit Hilfe von Leitfaden-Interview/Fragebogen zu affektiven, kognitiven, konativen und aktionalen Wirkungen ihrer Programme) sowie
c) prozessbegleitend und in Abh鋘gigkeit von den jeweils vorliegenden Ergebnissen aus a) und b) die individuellen Programme modifiziert bzw. weitere Fit-Karten entwickelt und in die bereits erprobten individuellen Bewegungsprogramme integriert.

Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus den Arbeitsschritten 1 bis 8 bildeten - nicht zuletzt im Hinblick auf erste Bem黨ungen im Kontext der Sicherung/Verstetigung und des Transfers von als gesundheitspositiv erachteten Effekten im Sinne von Qualit鋞ssicherung und Qualit鋞smanagement - eine wesentliche Grundlage zur Gestaltung des n鋍hsten Arbeitsschritts:
9. Entwicklung und Erprobung weiterer Strategien zur Einf黨rung des Fit-Karten-Konzepts durch unterschiedliche Multiplikatoren wie z.B. Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber und Lehrkr鋐te an Berufsschulen. In einer 12-monatigen Langzeitevaluation des Fit-Karten-Konzepts in klein- und mittelst鋘dischen B鋍kereibetrieben wurden 14 B鋍kereifachverk鋟ferinnen betreut (u.a. Einsatz von Frageb鰃en, Leitfadeninterviews, Dokumentationskarten). Ergebnisse (Auswahl): W鋒rend und auch noch nach Ende des Projekts nutzten die Teilnehmerinnen ihre Fit-Karten haupts鋍hlich, um Belastungen im Alltag besser zu meistern, ihre Muskulatur zu kr鋐tigen und zu entspannen und um Beschwerden zu lindern und vorzubeugen. Elf Teilnehmerinnen bejahten positive, sp黵bare Wirkungen des gesamten Konzepts, vier Personen hatten au遝rdem den Wunsch nach weiterem, 黚er die Fit-Karten hinausgehendem Informations- und 躡ungsmaterial. Die Einstellung zur eigenen Gesundheit ver鋘derte sich positiv im Laufe des Projekts, gezielte k鰎perlich-sportliche Aktivit鋞 am Arbeitsplatz wurde als wirksame vorbeugende Ma遪ahme gegen Beschwerden im St黷z- und Bewegungssystem erkannt und bewertet.

Derzeitiger Bearbeitungsstand
Projekt abgeschlossen, evtl. Erweiterung auf andere Gewerke geplant.



Letzte 膎derung: 2007-03-11 00:26:27