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Inhaltsverzeichnis

1 Studiengänge im Fach Sport

Das Fach Sport kann im Rahmen des Lehrerausbildungsgesetzes aus dem Jahr 2009 (LABG 2009) in allen Bachelor- und Master-Studiengängen der Lehrerausbildung an der Technischen Universität Dortmund studiert werden:


Hinweis: Nach Anklicken eines Studienganges wird man direkt zu der jeweiligen Studienübersicht weitergeleitet.

2 Ziele und Inhalte der Studiengänge im Fach Sport

Die Bachelorstudiengänge sollen auf ein Studium des jeweils entsprechenden Lehramts-Masters und gleichzeitig auf die Arbeit in unterschiedlichen Berufsfeldern vorbereiten. Die Masterstudiengänge dienen der Spezialisierung der wissenschaftlichen Grundlagen für das ausgewählte Lehramt. Durch das Bachelor- und Master-Studium des Faches Sport sollen die Studierenden sportwissenschaftliche, sportdidaktische und sportpraktische Kompetenzen erwerben, in die Reflexionen im Hinblick auf die Anforderungen der Praxis schulischer und außerschulischer Handlungsfelder des Sports eingebunden sind. Diese Kompetenzen werden in den folgenden drei aufeinander bezogenen Studiengebieten erworben:


Studiengebiet I:   Theorie und Praxis der Bewegungs- und Sportbereiche

I.1

Leichtathletik

I.2

Gerätturnen

I.3

Gymnastik/Tanz

I.4

Schwimmen

I.5

Rückschlagspiele (z. B. Badminton, Tennis, Tischtennis, Volleyball)

I.6

Wurfspiele (z. B. Basketball, Handball)

I.7

Torschussspiele (z. B. Fußball, Hockey)

I.8

Gesundheits- und Natursport (z. B. Bootssport, Fitnesssport, Kampfsport, Rollsport, Wintersport, Bewegungsfelder / Psychomotorik)

Studiengebiet II:   Sportwissenschaftliche Arbeitsbereiche

II.1

Leistung und Gesundheit (Sportmedizin)

II.2

Training und Bewegung (Trainings- und Bewegungswissenschaft)

II.3

Schule und Unterricht (Sportdidaktik)

II.4

Erziehung und Bildung (Sportpädagogik)

II.5

Entwicklung und Lernen (Sportpsychologie)

II.6

Kultur und Gesellschaft (Sportsoziologie)

Studiengebiet III: Studien in schulischen und außerschulischen Berufsfeldern

III.1

Überprüfung der Lehrereignung (Eignungspraktikum in der Schule)

III.2

Erkundung außerschulischer Berufsfelder des Sports (Berufsfeldpraktikum)

III.3

Empirie und Praxis des Sportunterrichts (Praxissemester in der Schule)


In den sportpraktischen Seminaren des ersten Studiengebietes stehen sowohl didaktische Fragestellungen bzgl. der Vermittlung der genannten Bewegungs-, Spiel- und Sportformen als auch die Entwicklung der motorischen Demonstrationsfähigkeit der TeilnehmerInnen in einer engen Theorie-Praxis-Verknüpfung im Vordergrund. Eine Betrachtung des Phänomens "Bewegung, Spiel und Sport" aus der Sicht der sechs sportwissenschaftlichen Arbeitsbereiche ist Gegenstand der Vorlesungen und Seminare des zweiten Studiengebietes, die durch unterschiedliche Organisationsformen und methodische Zugänge unterstützt werden. In beiden Studiengebieten wird immer eine enge Verbindung zu schulischen, aber auch außerschulischen Handlungsfeldern des Sports hergestellt. Im Zentrum des dritten Studiengebietes stehen Praktika in verschiedenen schulischen und außerschulischen Berufsfeldern des Sports. Sie werden durch Lehrveranstaltungen vorbereitet, begleitet und ausgewertet. Unterrichtliches und forschendes Lernen sind dabei leitend.


3 Modulangebot im Fach Sport

Alle Bachelor-/Master-Studiengänge sind modularisiert. Ein Modul erstreckt sich i. d. R. über zwei Semester und besteht aus mehreren Lehrveranstaltungen, die inhaltlich aufeinander bezogen sind und mit einer oder mehreren Prüfungen abgeschlossen werden. Das Studienangebot im Fach Sport an der TU Dortmund basiert auf folgender Modulstruktur, inklusive Praktika:


Die Module A, C, D, E, H und I beziehen sich auf das Studiengebiet I, die Module B, F, G, J, K und L auf das Studiengebiet II, das Eignungspraktikum sowie das außerschulische Praktikum mit dem Begleitungsseminar und das Praxissemester in der Schule mit dem Theorie-Praxis-Modul Sport gehören zum Studiengebiet III, wobei auch in allen anderen Modulen Bezüge zu den unterschiedlichen schulischen und außerschulischen Berufsfeldern des Sports hergestellt werden.

Die Grundlagen- und Vertiefungsmodule sowie –praktika sind im Bachelor und die Spezialisierungsmodule sowie das schulische Praxissemester im Master zu absolvieren, wobei in jedem Studiengang aufgrund der unterschiedlichen Vorgaben zu den Studienumfängen eine andere Anzahl an Modulen vorgegeben ist. In allen Lehramtsstudiengängen sind jedoch die Module A, B, C, D und G im Bachelor sowie die Module H bzw. I und K im Master immer vertreten, was einen möglichen Wechsel des Lehramtsstudienganges während des Studiums erleichtert.

 

4 Bachelor-/Master-Lehramtsstudiengänge im Überblick

Im Folgenden wird für jeden Bachelor- und Master-Lehramtsstudiengang ein Überblick über die verpflichtend zu studierenden Module und deren Abfolge im Studium (Sequentialität) gegeben. Klickt man ein Modul an, so erhält man eine kurze Modulbeschreibung und über diese kommt man zur jeweiligen Modulübersicht im Vorlesungsverzeichnis des aktuellen Semesters. Am Ende eines Überblicks folgen pdf-Dateien mit dem gesamten Modulaufbau und dem Studienverlaufsplan zum jeweiligen Studiengang.



4.1 Bachelor „Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen“ (Umfang: 42+2 SWS, 68+5 LP)



Dateiname Dateigröße Letzte Änderung
Übersicht Bachelor Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen
31,14 kB
15. Jul 2014 - 11:28
Hinweise zu den Verlaufsplänen
26,78 kB
15. Jul 2014 - 11:28
Studienverlaufsplan BA GyGe Sport
103,59 kB
15. Jul 2014 - 11:28
Studienverlaufsplan BA GyGe Sport+Bildungswiss.
19,34 kB
16. Apr 2012 - 16:12


4.2 Master „Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen“ (Umfang: 22 SWS, 36 LP)



Dateiname Dateigröße Letzte Änderung
Übersicht Master Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen
18,91 kB
16. Apr 2012 - 16:12
Studienverlaufsplan MA GyGe Sport
73,65 kB
23. Sep 2014 - 13:26
Studienverlaufsplan MA GyGe Sport + Bildungswiss.
19,34 kB
16. Apr 2012 - 16:12


4.3 Bachelor „Lehramt an Berufskollegs“ (Umfang: 42+2 SWS, 68+5 LP)



Dateiname Dateigröße Letzte Änderung
Übersicht Bachelor Lehramt an Berufskollegs
30,86 kB
15. Jul 2014 - 11:28
Hinweise zu den Verlaufsplänen
26,78 kB
15. Jul 2014 - 11:28
Studienverlaufsplan BA BK Sport
103,33 kB
15. Jul 2014 - 11:28
Studienverlaufsplan BA BK Sport + Bildungswiss.
19,34 kB
16. Apr 2012 - 16:12


4.4 Master „Lehramt an Berufskollegs“ (Umfang: 22 SWS, 36 LP)



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Übersicht Master Lehramt an Berufskollegs
18,97 kB
16. Apr 2012 - 16:12
Studienverlaufsplan MA BK Sport
73,83 kB
23. Sep 2014 - 13:26
Studienverlaufsplan MA BK Sport + Bildungswiss.
19,34 kB
16. Apr 2012 - 16:12


4.5 Bachelor „Lehramt an Haupt-, Real- und Gesamtschulen“ (Umfang: 38+2 SWS, 53+5 LP)



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Übersicht Bachelor Lehramt an Haupt-, Real- und Gesamtschulen
30,7 kB
15. Jul 2014 - 11:28
Hinweise zu den Verlaufsplänen
26,78 kB
15. Jul 2014 - 11:28
Studienverlaufsplan BA HRGe Sport
103,84 kB
15. Jul 2014 - 11:28
Studienverlaufsplan BA HRGe Sport + Bildungswiss.
19,89 kB
16. Apr 2012 - 16:12


4.6 Master „Lehramt an Haupt-, Real- und Gesamtschulen“ (Umfang: 18 SWS, 31 LP)



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Übersicht Master Lehramt an Haupt,- Real- und Gesamtschulen
19 kB
16. Apr 2012 - 16:12
Studienverlaufsplan MA HRGe Sport
74,48 kB
23. Sep 2014 - 13:26
Studienverlaufsplan MA HRGe Sport + Bildungswiss.
19,89 kB
16. Apr 2012 - 16:12


4.7 Bachelor „Lehramt an Grundschulen“ (Umfang: 28+2 SWS, 38+5 LP)



Dateiname Dateigröße Letzte Änderung
Übersicht Bachelor Lehramt an Grundschulen
28,64 kB
15. Jul 2014 - 11:28
Hinweise zu den Verlaufsplänen
26,78 kB
15. Jul 2014 - 11:28
Studienverlaufsplan BA G Sport
98,63 kB
15. Jul 2014 - 11:28
Studienverlaufsplan BA G Sport + Bildungswiss.
20,3 kB
16. Apr 2012 - 16:12


4.8 Master „Lehramt an Grundschulen“ (Umfang: 14 SWS, 21 LP)



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Übersicht Master Lehramt an Grundschulen mit Sport als Unterrichtsfach
18 kB
16. Apr 2012 - 16:12
Studienverlaufsplan MA G Sport
42,95 kB
23. Sep 2014 - 13:26
Studienverlaufsplan MA G Sport + Bildungswiss.
20,3 kB
16. Apr 2012 - 16:12


4.9 Bachelor „Lehramt an Grundschulen“ mit Sport als vertieftes Unterrichtsfach (Umfang: 34+2 SWS, 47+5 LP)



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Übersicht Bachelor Lehramt an Grundschulen mit Sport als vertieftes Unterrichtsfach
30,21 kB
15. Jul 2014 - 11:28
Hinweise zu den Verlaufsplänen
26,78 kB
15. Jul 2014 - 11:28
Studienverlaufsplan BA G vertieft Sport
100,09 kB
15. Jul 2014 - 11:28
Studienverlaufsplan BA G vertieft Sport + Bildungswiss.
20,3 kB
16. Apr 2012 - 16:12


4.10 Master „Lehramt an Grundschulen“ mit Sport als vertieftes Unterrichtsfach (Umfang: 16 SWS, 24 LP)



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Übersicht Master Lehramt an Grundschulen mit Sport als vertieftes Unterrichtsfach
17,98 kB
23. Okt 2017 - 12:05
Studienverlaufsplan MA G vertieft Sport
43,57 kB
23. Sep 2014 - 13:26
Studienverlaufsplan MA G vertieft Sport + Bildungswiss.
20,3 kB
16. Apr 2012 - 16:12


4.11 Bachelor „Lehramt für sonderpädagogische Förderung“ (Umfang 28+2 SWS, 38+5 LP)



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Übersicht Bachelor Lehramt für sonderpädagogische Förderung
24,77 kB
15. Jul 2014 - 11:28
Hinweise zu den Verlaufsplänen
26,78 kB
15. Jul 2014 - 11:28
Studienverlaufsplan BA SP Sport
95,31 kB
15. Jul 2014 - 11:28
Studienverlaufsplan BA SP Sport + Bildungswiss.
19,33 kB
16. Apr 2012 - 16:12


4.12 Master „Lehramt für sonderpädagogische Förderung“ (Umfang: 14 SWS, 21 LP)



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Übersicht Master Lehramt für sonderpädagogische Förderung
18,81 kB
16. Apr 2012 - 16:12
Studienverlaufsplan MA SP Sport
43,76 kB
23. Sep 2014 - 13:26
Studienverlaufsplan MA SP Sport + Bildungswiss.
19,33 kB
16. Apr 2012 - 16:12


Inhaltsverzeichnis


1 Bildungswissenschaften im Lehramtsstudium

Im Rahmen des Lehrerausbildungsgesetzes aus dem Jahr 2009 (LABG 2009) bildet der fächerübergreifende Studienbereich "Bildungswissenschaften" neben den beiden Unterrichtsfächern die dritte Säule im Lehramtsstudium. An den Bildungswissenschaften sind neben der Erziehungswissenschaft als Kerndisziplin die Fachrichtungen beteiligt, die sich ebenfalls mit Bildungs- und Erziehungsprozessen, mit Bildungssystemen sowie deren Rahmenbedingungen auseinandersetzen, wie zum Beispiel die Psychologie und Soziologie.

Auf Grund der Vorgaben des Lehrerausbildungsgesetzes und der Lehramtszugangsverordnung sind die bildungswissenschaftlichen Anteile für die einzelnen Lehramtsstudiengänge unterschiedlich stark ausgeprägt. An der TU Dortmund sind im Bachelorstudium verpflichtend in allen Lehramtsstudiengängen zwei erziehungswissenschaftliche Kernmodule, das Modul „Diagnose und individuelle Förderung“ zu studieren sowie ein Orientierungs- und Berufsfeldpraktikum mit Vorbereitungs-/Begleitseminaren zu absolvieren. Darauf folgen in den Studiengängen „Lehramt an Haupt- Real- und Gesamtschulen“ sowie „Lehramt an Grundschulen“ weitere Module, die zu unterschiedlichen Profilbildungen beitragen.

Im Folgenden wird für jeden Bachelor-Lehramtsstudiengang ein Überblick über die verpflichtend zu studierenden Module im Studienbereich „Bildungswissenschaften“ gegeben. Klickt man ein Modul an, so erhält man eine kurze Modulbeschreibung. Nach der Übersicht folgen zu jedem Studiengang die Fächerspezifischen Bestimmungen und ein exemplarischer Studienverlaufsplan im pdf-Format.


2 Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen (Umfang: 18 SWS, 30 LP)


Modulübersichten

Dateiname Dateigröße Letzte Änderung
Fächerspezifische Bestimmungen Gymnasien und Gesamtschulen
301,7 kB
05. Apr 2013 - 13:22
Exemplarischer Studienverlaufsplan
63,31 kB
05. Apr 2013 - 13:22

3 Lehramt an Berufskollegs(Umfang: 18 SWS, 30 LP)


Modulübersichten

Dateiname Dateigröße Letzte Änderung
Fächerspezifische Bestimmungen Berufskolleg
301,47 kB
05. Apr 2013 - 13:22
Exemplarischer Studienverlaufsplan
63,25 kB
05. Apr 2013 - 13:22

4 Lehramt an Haupt-, Real- und Gesamtschulen (Umfang: 38 SWS, 57 LP)


Modulübersichten

Dateiname Dateigröße Letzte Änderung
Fächerspezifische Bestimmungen Haupt-, Real- und Gesamtschulen
202,48 kB
05. Apr 2013 - 13:22
Exemplarischer Studienverlaufsplan
77,96 kB
05. Apr 2013 - 13:22

5 Lehramt an Grundschulen (Umfang: 25 SWS, 43 LP)


Modulübersichten

Dateiname Dateigröße Letzte Änderung
Fächerspezifische Bestimmungen Grundschule
302,94 kB
05. Apr 2013 - 13:22
Exemplarischer Studienverlaufsplan
66,96 kB
05. Apr 2013 - 13:22

6 Lehramt Sonderpädagogik (Umfang: 14 SWS, 22 LP)


Modulübersichten

Dateiname Dateigröße Letzte Änderung
Fächerspezifische Bestimmungen Sonderpädagogik
149,92 kB
05. Apr 2013 - 13:22
Exemplarischer Studienverlaufsplan
73,89 kB
05. Apr 2013 - 13:22



Inhaltsverzeichnis


Das Masterstudium beinhaltet in allen Lehramtsstudiengängen ein Praxissemester in der studierten Schulform und den gewählten Unterrichtsfächern bzw. Lernbereichen. An der abgestimmten Vorbereitung und Begleitung des Praxissemesters sind die drei Institutionen Universität, Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) sowie Schule beteiligt, wobei die Gesamtverantwortung für das Praxissemester bei der Universität liegt.


1 Ziele des Praxissemesters

Laut „Rahmenkonzeption zur strukturellen und inhaltlichen Ausgestaltung des Praxissemesters im lehramtsbezogenen Masterstudiengang“ des Ministeriums für Schule und Weiterentwicklung (abgekürzt: MSW 2010) ist es Ziel des Praxissemesters, Theorie und Praxis professionsorientiert miteinander zu verbinden und die Studierenden auf die Praxisanforderungen der Schule und des Vorbereitungsdienstes wissenschafts- und berufsfeldbezogen vorzubereiten. Gemäß Lehramtszugangsverordnung (LZV, § 8) verfügen die Absolventinnen und Absolventen des Praxissemesters über die Fähigkeit,


  • grundlegende Elemente schulischen Lehrens und Lernens auf der Basis von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaften zu planen, durchzuführen und zu reflektieren,
  • Konzepte und Verfahren von Leistungsbeurteilung, pädagogischer Diagnostik und individueller Förderung anzuwenden und zu reflektieren,
  • den Erziehungsauftrag der Schule wahrzunehmen und sich an der Umsetzung zu beteiligen,
  • theoriegeleitete Erkundungen im Handlungsfeld Schule zu planen, durchzuführen und auszuwerten sowie aus Erfahrungen in der Praxis Fragestellungen an Theorien zu entwickeln und
  • ein eigenes professionelles Selbstkonzept zu entwickeln.

Zur Entwicklung dieser Kompetenzen werden im Praxissemester nach den Vorstellungen des MSW (2010) berufsrelevantes wissenschaftliches Theorie- und Reflexionswissen aus Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaften in einer forschenden Grundhaltung mit einer wissenschaftlich fundierten Ausbildung für die berufspraktische Tätigkeit verknüpft. Dabei sollen sowohl konzeptionell-analytische als auch reflexiv-praktische Kompetenzen erworben werden, um eine kritisch-konstruktive Auseinandersetzung mit Theorieansätzen, Praxisphänomenen und der eigenen Lehrerpersönlichkeit sowie eine reflektierte Einführung in das Unterrichten zu ermöglichen.


2 Das Praxissemester im Überblick

Der Erwerb dieser Kompetenzen erfolgt an drei Lernorten, die miteinander kooperieren: der Universität, den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) und den Schulen. Der zeitliche Ablauf der einzelnen Ausbildungselemente im Fach Sport sieht wie folgt aus:


Hinweis: Nach Anklicken des jeweiligen Ausbildungselementes folgen Kurzbeschreibungen.

Im Anschluss werden die einzelnen Ausbildungselemente der drei Lernorte in Verbindung mit den Aufgaben der Studierenden in ihrem zeitlichen Verlauf erläutert, ergänzt um Hinweise zum Arbeitsaufwand und der Kreditierung des Praxissemesters sowie zur Ausbildungsregion und zum Bewerbungsverfahren. Eine Auflistung weiterer Informationsquellen zum Praxissemester schließt diese Seite ab.


3 Vorbereitungs- und Begleitmaßnahmen an den drei Lernorten


3.1 Vorbereitungsseminare am Lernort Universität

In der Vorlesungszeit, die der Praxisphase vorausgeht (d.h. in der Regel im ersten Mastersemester), müssen insgesamt drei (Lehramt für die Grundschulen: vier) Vorbereitungsseminare in den beiden Fächern (drei Lernbereiche) und den Bildungswissenschaften an der TU Dortmund belegt werden. Die fristgerechte Anmeldung erfolgt über LSF, im Fach Sport zudem über das institutseigene Anmeldeverfahren.


Zentrale Aufgabe der Vorbereitungsseminare ist es, die Studierenden zur Planung, Durchführung und Auswertung von erziehungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Studien- und Unterrichtsprojekten zu befähigen. Dazu wurde innerhalb der TU Dortmund vereinbart, dass in den Vorbereitungsseminaren der beiden Fächer und der Bildungswissenschaften abgestimmte Leitthemen fachspezifisch behandelt werden. Eine Übersicht dieser Leitthemen findet sich hier.


Im Fach Sport gibt es noch eine Besonderheit, denn hier sind im Unterschied zu den anderen Fächern zwei Vorbereitungsveranstaltungen zu besuchen: In dem Seminar „Analyse und Planung von Sportunterricht I“ (aus dem Theorie-Praxis-Modul) wird speziell das Unterrichtsprojekt und in der Veranstaltung „Einführung in die empirische Schulsportforschung“ (aus dem Spezialisierungsmodul K) das Studienprojekt gezielt vorbereitet. Beide Lehrveranstaltungen sind gemeinsam mit den anderen Vorbereitungsseminaren parallel im ersten Mastersemester zu besuchen und die Studierenden können sich entscheiden, ob Sie in dem ersten Seminar eine Skizze zu einem geplanten Unterrichtsvorhaben oder in dem zweiten Seminar eine Skizze zu einem geplanten Studienvorhaben im Fach Sport erstellen. In beiden Fällen wird darauf geachtet, dass die Vorbereitungen so breit angelegt werden, dass die Umsetzung des geplanten Vorhabens vor Ort mit den Rahmenbedingungen an den Schulen abgestimmt werden kann und ggf. erforderliche Modifizierungen der Projekte möglich sind. Übersichten zu den Themen der beiden Vorbereitungsveranstaltungen im Fach Sport finden sich hier.


Laut MSW (2010) sollen die Studierenden in allen Vorbereitungsseminaren der Universität lernen,

  • wissenschaftliche Inhalte der Unterrichtsfächer und der Bildungswissenschaften auf Situationen und Prozesse schulischer Praxis zu beziehen;
  • Fachunterricht theoriegeleitet in unterschiedlicher Breite und Tiefe begründet und adressatenorientiert zu planen;
  • Unterrichtskonzepte zu überprüfen und zu reflektieren sowie Unterrichtsansätze und -methoden unter Berücksichtigung neuer fachlicher Erkenntnisse weiterzuentwickeln;
  • an der Weiterentwicklung von Unterricht, schulinternen Absprachen und Schule mitzuwirken.

Die Entwicklung einer forschenden Lernhaltung wird gefördert.


3.2 Praxisphase am Lernort Schule

Der schulpraktische Teil des Praxissemesters orientiert sich am Schulhalbjahr. Er beginnt im Sommersemester spätestens am 15.02. und endet am 15.07., im Wintersemester liegt er zwischen dem 15.09. und dem 15.02. des darauffolgenden Jahres (d.h. der Start erfolgt jeweils zu Beginn der vorlesungsfreien Zeit des vorangehenden Semesters). Er umfasst somit fünf Monate und wird an einer Schulform innerhalb der Ausbildungsregion Dortmund absolviert, die dem angestrebten Lehramt entspricht (vgl. auch Kapitel 5.2: Ausbildungsregion und Bewerbungsverfahren). Im Rahmen des Studiengangs „Lehramt an Haupt-, Real- und Gesamtschulen“ kann das Praktikum auch an Sekundar- und Gemeinschaftsschulen durchgeführt werden, im Fall des „Lehramts für sonderpädagogische Förderung“ kommen neben den Förderschulen auch Schulen anderer Schulformen in Frage, sofern diese Schulen über sonderpädagogische Ausbildungsmöglichkeiten verfügen.


Während des schulpraktischen Teil des Praxissemesters haben die Praktikantinnen und Praktikanten am Lernort Schule folgende Aufgaben zu absolvieren:

  1. Teilnahme an einem Begleitprogramm zur Einführung in die konkreten Arbeitsbedingungen der Schule.
  2. Teilnahme am Schulleben und dienstlichen Veranstaltungen (bspw. verschiedene Konferenzen, Elternabende, Beratungen von Erziehungsberechtigten, Klassenfahrten, Ganztagsangebote und ähnliche Aktivitäten im Rahmen des Schullebens).
  3. Hospitationen und Erkundungen bei Fachlehrerinnen und –lehrern und/oder in Begleitung einer Klasse zur Vorbereitung der Unterrichts- und Studienprojekte bzw. –vorhaben.
  4. Übernahme von Teilsequenzen einer Unterrichtsstunde, Begleitung von einzelnen Schülerinnen und Schülern oder kleinen Schülergruppen im Unterricht anderer Lehrerinnen und Lehrer, Co-Teaching (Student-Student, Lehrer-Student, Lehramtsanwärter-Student) sowie Durchführung von eigenen Einzelstunden unter Anleitung.
  5. Zwei kürzere Unterrichtsvorhaben mit Begleitung pro Fach (Umfang: Insgesamt 12-15 Unterrichtsstunden pro Fach).
  6. Ein längeres Unterrichtsvorhaben mit Begleitung pro Fach (Umfang: 12-15 Unterrichtsstunden pro Fach).
  7. Entwicklung einer Form der Leistungskontrolle mit Bewertung.
  8. Planung, Durchführung und Auswertung eines universitär vorbereiteten Unterrichts- bzw. Studienprojektes in jedem Fach und in den Bildungswissenschaften.

In Verbindung mit den Aufgaben 4 bis 6 sind laut Runderlass „Praxiselemente in den lehramtsbezogenen Studiengängen“ vom 28. Juni 2012 insgesamt 70 Unterrichtsstunden (je 45 Minuten) unter Begleitung durchzuführen, möglichst gleichmäßig verteilt auf beide Fächer bzw. Lernbereiche. Diese Anzahl ist zum Ende des Praxissemesters von der Ausbildungsschule zu bescheinigen. Anzustreben ist, dass die Unterrichtsvorhaben in den Fächern (vgl. Aufgaben 5 und 6) geeignete Anschlüsse an die universitär vorbereiteten Studien- und Unterrichtsprojekte finden (vgl. Aufgabe 8 und Kapitel 3.3), sofern kompatible Zielsetzungen vorliegen und die schulischen Rahmenbedingungen dies zulassen! Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass die Studierenden in Abstimmung mit den konkreten Gegebenheiten vor Ort sowohl ihre universitär vorbereiteten Studien- und Unterrichtsprojekte als auch den während des Praxissemesters durchzuführenden (sonstigen) Unterricht unter Begleitung als gleichberechtigte Elemente ihrer Ausbildung im Sinne der angestrebten Kompetenzen durchführen können.


3.3 Einführungen und Begleitungen an den Lernorten Schule und Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL)

Bei der Erfüllung der in Kapitel 3.2 genannten Aufgaben werden die Studierenden vor Ort von den beauftragten Fachlehrerinnen und -lehrern unterstützt. Aufgabe der Fachlehrerinnen und Fachlehrer ist es,

  • die Studierenden in der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Handlungsfeldern respektive Anforderungen des Lehrerberufs und in ihrem Reflexionsprozess zu begleiten,
  • die Studierenden in der Übernahme der o. g. Tätigkeiten in den studierten Fächern bzw. Lernbereichen sowie in außerunterrichtlichen Kontexten zu unterstützen und zu fördern.

Zu diesem Zweck stellen sie ihre Klassen für Hospitationen, Unterrichtsversuche und die Umsetzung der an der Universität vorbereiteten Studien- bzw. Unterrichtsprojekte zur Verfügung. Sie bieten Hilfestellung und Beratung bei der Planung, Durchführung und Reflexion von Unterrichtsstunden und -vorhaben inklusive erforderlicher Leistungsbewertungen. Die Fachlehrerinnen und -lehrer begleiten die Studierenden fachbezogen und unterstützen die Entwicklung einer forschenden Lernhaltung sowie die theoriebasierte Reflexion der erlebten Praxis. Für weitere Unterstützung und Beratung in organisatorischen Angelegenheiten des Praxissemesters stehen zudem die Ausbildungsbeauftragten der Schulen zur Verfügung. Sie führen zu Beginn des Praktikums in die konkreten Arbeitsbedingungen der Schule ein und stellen die spezifischen Herausforderungen bzw. Anlässe des Schulhalbjahres vor.


Zusätzlich zu der Einführung und Begleitung durch die schulischen Vertreterinnen und Vertreter werden die Studierenden am Lernort Schule durch die Fachleitungen und Kernseminarleitungen des zuständigen Zentrums für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) unterstützt. Dazu besuchen sie zu Beginn der Praxisphase am Lernort ZfsL obligatorische (überfachliche) Einführungsveranstaltungen, in denen thematische Aspekte zu folgenden zentralen Fragen behandelt werden (Umfang insgesamt 24 Stunden):

  1. Wie wende ich theoretisches Wissen um guten Unterricht auf konkrete Unterrichtssituationen an?
  2. Wie plane ich eine Unterrichtsstunde / eine Lernsituation?
  3. Wie beziehe ich fachdidaktisches / sonderpädagogisches Grundlagenwissen auf ausgewählte fachspezifische Schlüsselsituationen?

Die Inhalte dieser lehramtsspezifischen Einführungen knüpfen an die Vorbereitungsveranstaltungen der Universität an. Sie werden von den ZfsL-Praxissemesterbeauftragten und weiteren Seminarausbildern und –ausbilderinnen in fachlich gemischten Gruppen ganztägig an mehreren Kompakttagen durchgeführt. Die konkreten Termine für die Kompaktveranstaltungen werden in einer Terminübersicht des jeweiligen ZfsL für die einzelnen Praxisphasen bekannt gegeben.

Im weiteren Verlauf der Praxisphase werden die Studierenden von den Fach- und Kernseminarleiterinnen und -leitern am Lernort Schule laut MSW (2010) durch folgende Maßnahmen bei der Umsetzung und Reflexion ihrer Aufgaben unterstützt:

  1. Unterrichtsberatungen: Jedem Studierenden wird nach einer Unterrichtsmitschau pro Fach von einem Fachleiter/einer Fachleiterin eine beratende Rückmeldung gegeben. Sie dienen den Studierenden zur Schärfung des Blicks auf Elemente der Unterrichtsplanung und –durchführung, um ein Bewusstsein für die eigene Stärken sowie den Entwicklungsbedarf grundzulegen. Die Ergebnisse der Unterrichtsberatung werden von den Studierenden im Portfolio dokumentiert.
  2. Unterrichtsanalysen im Kontext von Gruppenhospitationen und/oder Videografien: Dieses Format wird in der Regel in fachaffinen Gruppen durchgeführt und von einer Fachleiterin/einem Fachleiter angeleitet. Grundlage für die Unterrichtsanalyse ist entweder eine gemeinsam beobachtete oder eine schriftlich dokumentierte Unterrichtsstunde oder ein Videomitschnitt einer Unterrichtsstunde. Die anschließenden Fallbesprechungen sind auf die zentralen Kompetenzen „Unterrichten“ und „Erziehen“ fokussiert; im Rahmen der Aufarbeitung werden übergreifende Themenaspekte abstrahiert.
  3. Hospitierende Teilnahme der Studierenden an Beratungsgesprächen der Fach- oder Seminarleiterinnen und –leiter zu Unterrichtsstunden und -besuchen von Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern oder erfahrenen Lehrkräften.
  4. Hinführung und Unterstützung bei der Beobachtung und Beurteilung von Leistungen.
  5. Einführung in den Umgang mit Erziehungsproblemen: In fachlich gemischten Gruppen werden durch eine Seminarleiterin/einen Seminarleiter an einem Kompakttag Möglichkeiten der kollegialen Beratung vorgestellt und exemplarisch anhand erzieherischer Problemfälle, die von den Studierenden eingebracht werden, erprobt.

Zu diesen Angeboten werden jeweils individuelle Termine zwischen dem/der Kernseminar- bzw. Fachleiter(in) und den Studierenden entweder in der Schule oder im ZfsL vereinbart.

An beiden Lernorten - Schule und ZfsL - sollen die Studierenden laut Rahmenkonzeption des MSW (2010) die Fähigkeit erwerben,

  • fachliches Lernen zu planen,
  • Komplexität unterrichtlicher Situationen zu bewältigen,
  • Lern- und Leistungssituationen zu unterscheiden sowie fachspezifische Formen der Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung zu erproben,
  • Lernvoraussetzungen und Lernprozesse von Schülerinnen und Schülern zu beschreiben und in Ansätzen zu diagnostizieren,
  • Werte und Normen zu vermitteln und selbstbestimmtes Urteilen und Handeln von Schülerinnen und Schülern zu unterstützen,
  • über reflexive Prozesse ihre Rolle weiterzuentwickeln.

3.4 Begleitseminare am Lernort Universität

Während des Praxissemesters sind aus universitärer Sicht insgesamt drei Projekte durchzuführen (vgl. Kapitel 3.2, Punkt 8): In den Bildungswissenschaften in der Regel ein Studienprojekt und in den Fächern/Lernbereichen ein fachdidaktisches Studien- oder Unterrichtsprojekt. Beide Projektformen müssen mindestens einmal vertreten sein, d.h. zwei Studienprojekte und ein Unterrichtsprojekt oder umgekehrt ein Studienprojekt und zwei Unterrichtsprojekte. Integrative Projekte der Erziehungswissenschaft und der Fachdidaktiken sind möglich. Beispiele für Themenstellungen für Unterrichtsprojekte und für Fragestellungen für Studienprojekte im Fach Sport finden sich hier.

Zur Begleitung der forschenden Lernprozesse werden während der Praxisphase in der Schule mit Beginn der Vorlesungszeit Begleitseminare von den Bildungswissenschaften und Fachdidaktiken am Lernort Universität angeboten. In ihnen erfahren die Studierenden Unterstützung bei der Planung, Durchführung und Reflexion ihrer theoriegeleiteten Studien- und Unterrichtsprojekte, bei der Entwicklung einer forschenden Lernhaltung und bei der Abfassung ihrer Berichte. Gemäß der Absprachen innerhalb der TU Dortmund werden auch in den Begleitseminaren abgesprochene Leitthemen fachspezifisch behandelt. Eine Übersicht über die Leitthemen der Begleitseminare findet sich hier. Im Fach Sport heißt das Begleitseminar „Analyse und Planung von Sportunterricht II“ (aus dem Theorie-Praxis-Modul) und wird i.d.R. schulformspezifisch angeboten. Eine Übersicht der Themen des Begleitseminars im Fach Sport kann hier eingesehen werden.

Die Begleitseminare der Universität bauen sowohl auf den behandelten Leitthemen der universitären Vorbereitungsseminare als auch den Einführungsveranstaltungen der ZfsL und Schulen auf. Laut MSW (2010) erwerben die Studierenden in den Begleitseminaren die Fähigkeit,

  • aus ihren ersten Erfahrungen mit der Lehrtätigkeit Fragen für die Fachdidaktiken und die Bildungswissenschaften zu entwickeln;
  • vor dem Hintergrund relevanter didaktischer Modelle Unterrichtsprojekte durchzuführen und zu reflektieren;
  • ausgewählte Methoden bildungswissenschaftlicher und fachdidaktischer Forschung in begrenzten eigenen Untersuchungen anzuwenden;
  • bildungswissenschaftliche und fachdidaktische Lösungsansätze für Anforderungen aus der Praxis aufeinander zu beziehen.

Die drei (bzw. im Lehramt für Grundschulen vier) Begleitseminare der TU Dortmund finden während der Vorlesungszeit als Blockveranstaltung am sog. „Studientag“ statt (vgl. Kapitel 3.3). Dazu ist an der TU Dortmund vorgesehen, dass am Anfang, in der Mitte und am Ende der Praxisphase jedem Fach und den Bildungswissenschaften ein kompletter Studientag i.d.R. an einem Donnerstag oder Freitag zur Verfügung steht. D. h. aus Sicht der Studierenden finden insgesamt 3x3 Studientage an der Universität statt. Konkret bedeutet dies, dass in jedem dreiwöchigen Block bspw. in der 1. Woche das Begleitseminar im Fach 1, in der 2. Woche das Begleitseminar in den Bildungswissenschaften und in der 3. Woche die Begleitveranstaltung im Fach 2 ganztägig besucht wird. Dieser Rhythmus wiederholt sich dann in der Mitte und am Ende der Praxisphase. Die TU Dortmund achtet dabei auf Überschneidungsfreiheit des Lehrangebots, indem die stark nachgefragten Fächer und die Bildungswissenschaften pro Block jede Woche ein Begleitseminar anbieten. In den anderen Wochen kann der/die Studierende in der Schule anwesend sein, d.h. den Studierenden entsteht während der Vorlesungszeit eine maximale Fehlzeit von 9 Tagen in der Schule.

Die Länge der Praxisphase und die differenzierte Vorbereitung und Begleitung durch unterschiedliche Akteure ermöglicht im Vergleich zu den vierwöchigen Praxisphasen im Bachelorstudium eine besonders intensive Beschäftigung mit dem Berufsfeld Schule und eine individuelle, reflexive Auseinandersetzung mit Theorieansätzen, erlebter Praxis und der eigenen Lehrerpersönlichkeit. Damit erhalten die Studierenden neue Orientierungen für den weiteren Verlauf ihres Masterstudiums und erwerben zugleich fundiertes Grundlagenwissen für den Eintritt in den Vorbereitungsdienst im Anschluss an den Master of Education.



4 Prüfungen und Abschluss des Praxissemesters

Den Abschluss des Praxissemesters bilden die Arbeit am Portfolio, das damit korrespondierende unbenotete Bilanz- und Perspektivgespräch und die benotete Prüfung an der TU Dortmund, sprich die Erstellung der Praktikumsberichte in den beiden Fächern und den Bildungswissenschaften.

4.1 Bilanz- und Perspektivgespräch

Am Ende des schulpraktischen Teils des Praxissemesters findet in der Regel am Lernort Schule ein Bilanz- und Perspektivgespräch statt, an dem neben der/dem Studierenden eine an der Ausbildung beteiligte Person des ZfsL und der Praktikumsschule teilnehmen. Nach Absprache besteht die Möglichkeit der Teilnahme einer Person der Universität. Das Bilanz- und Perspektivgespräch dient der Beratung, der Bilanzierung der individuellen professionellen Entwicklung und der Diskussion individueller Entwicklungsmöglichkeiten. Zur Vorbereitung des Gesprächs können strukturierte Selbsteinschätzungsbögen aus dem Portfolio „Praxissemester“ (vgl. Kapitel 4.2) hinzugezogen werden. Das Gespräch soll in der Regel die Dauer von einer Stunde nicht überschreiten; es wird nicht benotet. Über die ordnungsgemäße Durchführung des Gesprächs wird eine Bescheinigung ausgestellt.

4.2 Portfolio

Während des Praxissemesters führen die Studierenden verpflichtend ein Portfolio, das Teil des alle Praxisphasen umfassenden „Portfolios Praxiselemente“ ist und im Vorbereitungsdienst fortgesetzt wird. Das Portfolio „Praxissemester“ besteht aus einem Dokumentations- und einem Reflexionsteil. Für den Reflexionsteil sind speziell für das Praxissemester erstellte standardorientierte Reflexionsbögen zu bearbeiten, wodurch die individuelle Kompetenzentwicklung sowie die Entwicklung einer reflexiven Haltung und damit eines professionellen Selbst unterstützt werden soll. Im Dokumentationsteil werden die Studien- und Unterrichtsprojekte sowie Planungsüberlegungen, Durchführungsraster, Auswertungen und Reflexionen zentraler Elemente des Unterrichts unter Begleitung und der außerunterrichtlichen Aktivitäten gesammelt. Hinzu kommen alle Bescheinigungen zum Praxissemester. Diese Unterlagen sollten als wichtige Grundlage für den Austausch mit den Mentorinnen und Mentoren sowie für das Bilanz- und Perspektivgespräch benutzt werden (vgl. Kapitel 4.1). Weitere Informationen zum Portfolio Praxissemester finden sich hier.


4.3 Prüfungen

Die mit dem Praxissemester verbundenen Prüfungen liegen in der Verantwortung der Universität und beziehen sich auf die mit dem Schulforschungsteil verbundenen Veranstaltungen. Gegenstand der Prüfungen sollen die Studien- und Unterrichtsprojekte der Studierenden sein. Beurteilt wird die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit schulischen Fragen des Lehrens und Lernens, nicht die unterrichtsbezogene Tätigkeit. Erfahrungen aus dem Lernort Schule können in geeigneter Weise als Reflexionsleistungen in Prüfungen eingebracht werden.

An der TU Dortmund sind als Prüfungen in beiden Fächern bzw. in den drei Lernbereichen und in den Bildungswissenschaften jeweils ein benoteter Theorie-Praxis-Bericht zu erstellen. Die Berichte enthalten im Kern die schriftliche, wissenschaftlich fundierte Dokumentation und Reflexion der Studien- bzw. Unterrichtsprojekte (der Aufbau des Praktikumsberichtes im Fach Sport findet sich hier). Sie werden von den jeweils beteiligten Vertreter(inne)n der Universität – in der Regel den Lehrenden der Begleitseminare – mit einer Note bewertet. Aus dem arithmetischen Mittel der 3 (bzw. 4 im Lehramt für die Grundschulen) Einzelnoten wird die Endnote für das Praxissemester berechnet.


4.4 Abschluss des Praxissemesters

Um das Praxissemester erfolgreich abschließen zu können, müssen Nachweise über den/die

  • Workload am Lernort Schule und ZfsL,
  • Workload für die Vorbereitungs- und Begleitseminare der TU Dortmund,
  • Durchführung des Bilanz- und Perspektivgesprächs,
  • erfolgreich bestandenen Prüfungen an der TU Dortmund

erbracht werden (Formulare für die genannten Nachweise finden sich hier).

Bei Krankheit oder einer anderweitigen Abwesenheit während der Praxisphase muss die Ausbildungsschule umgehend informiert werden, d.h. das Sekretariat der Schule sowie der/die Ausbildungsbeauftragte bzw. bei eigenem Unterricht die betroffenen Lehrkräfte. Der Schule muss zudem ein Attest zugeschickt werden, sobald der/die Betroffene länger als zwei aufeinanderfolgende Schultage fehlen sollte. Mit der/dem Ausbildungsbeauftragten der Schule ist dann zu klären, ob und wie die Fehltage nachzuholen sind. Bei längeren Fehlzeiten richtet sich das Vorgehen in erster Linie nach den hochschulrechtlichen Bestimmungen. Ob das Praxissemester in diesem Zusammenhang vollständig wiederholt werden muss oder ob im Rahmen eines nachfolgenden Praxissemesters ggf. Verkürzungen denkbar sind, wird insbesondere davon abhängen, inwieweit in einem aktuellen Praxissemester bereits anrechenbare Leistungen erbracht wurden, die sich als abgrenzbare Einheit in das nachfolgende Praxissemester einbinden lassen. Näheres regelt die Hochschule.


Unentschuldigte Abwesenheit oder das Nichtbeachten von Regelungen der Schule kann in schwerwiegenden Fällen zur vorzeitigen Beendigung des schulpraktischen Teils führen. Dazu erfolgt eine Abstimmung und Beratung der Schulleitung mit dem für die Lehrerbildung zuständigen Prüfungsausschuss der Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie der Technischen Universität Dortmund sowie dem zuständigen ZfsL und der Bezirksregierung.


Sollte einer der o. g. Nachweise endgültig fehlen, dann gilt das Praxissemester als „nicht erfolgreich“ durchgeführt. Die Praxisphase kann nur einmal wiederholt werden, die universitären Prüfungen zweimal!


5 Organisatorisches zum Praxissemester


5.1 Arbeitsaufwand und Kreditierung

Insgesamt ist für das Praxissemester ein Arbeitsaufwand von 750 Zeitstunden vorgesehen, der mit insgesamt 25 Leistungspunkten (LP) kreditiert wird: 13 LP (= 390 Stunden Arbeitsaufwand) entfallen auf den schulpraktischen Teil des Praxissemesters und damit auf die Lernorte Schule und ZfsL, 12 LP (= 360 Stunden Arbeitsaufwand) stehen für die wissenschaftliche Vorbereitung und Begleitung durch die Universität zur Verfügung.

Von den 390 Zeitstunden (13 LP) an den Lernorten Schule und ZfsL sind etwa 12 Zeitstunden/Woche im Handlungsfeld Schule zu verbringen (entspricht ca. 250 Stunden). Diese verteilen sich in der Regel auf vier Anwesenheitstage, d.h. durchschnittlich halten sich die Praktikantinnen und Praktikanten vier Schulstunden pro Tag in der Schule auf. Der fünfte Wochentag steht als sog. „Studientag“ den Einführungsveranstaltungen der ZfsL in der vorlesungsfreien Zeit und den Begleitseminaren der Universität in der Vorlesungszeit zur Verfügung (vgl. Kapitel 5.1). Während der Anwesenheitszeit in der Schule werden die o. g. Hospitationen, die Unterrichtsversuche und –vorhaben unter Begleitung, die außerunterrichtlichen Aktivitäten sowie die universitär geplanten Unterrichts- und Studienprojekte durchgeführt (vgl. Kapitel 3.1). Die verbleibenden Stunden verteilen sich auf die Vor- und Nachbereitungszeit für Unterrichtsversuche und -vorhaben oder für außerunterrichtliche Aktivitäten, die einführenden und begleitenden Angebote der ZfsL und der Schulen, die Beratungsgespräche mit Fachleiter(inne)n und Ausbildungslehrer(inne)n, das Führen des Portfolios, die Bearbeitung der Studien- und Unterrichtsprojekte sowie das Bilanz- und Perspektivgespräch am Ende des schulischen Teils des Praxissemesters (vgl. Kapitel 3 und 4).

Hinweis zur Erinnerung: Im Rahmen der 250 Zeitstunden in der Schule ist die Durchführung von 70 Unterrichtsstunden (je 45 Minuten) vorgesehen (vgl. Kapitel 3.1). Sie werden als Unterricht unter Begleitung in den beiden Fächern (Lehramt an Grundschule: 3 Lernbereichen) durchgeführt, d.h. sie umfassen 35 Schulstunden pro Fach. Das bedeutet im Durchschnitt in etwa eine Unterrichtsstunde unter Begleitung pro Schultag.

Am Lernort Universität sind für die Vorbereitung und Begleitung des Praxissemesters im Aufbau aller Master-Lehramtsstudiengänge drei bzw. vier „Theorie-Praxis-Module“  vorgesehen: Je ein Modul in den beiden Fächern (bzw. in den drei Lernbereichen im Lehramt für die Grundschulen) und ein Modul in den Bildungswissenschaften. Jedes Modul besteht aus einem Vorbereitungs- und einem Begleitseminar sowie einer Modulprüfung in Form eines benoteten wissenschaftlich fundierten Theorie-Praxis-Berichtes (vgl. Kapitel 4.3).

Für jedes Theorie-Praxis-Modul werden 7 Leistungspunkte (LP) vergeben (vgl. Kapitel 3.3). Jeweils 2 LP für das Vorbereitungs- und Begleitseminar, 1 LP für die Erstellung der Unterrichts- oder Studienskizze als Abschluss des Vorbereitungsseminars und 2 LP für das Abfassen des fachspezifischen bzw. bildungswissenschaftlichen Teils des Theorie-Praxis-Berichtes. Insgesamt sind dies 21 (24) Leistungspunkte für alle drei (vier) Module. 12 der 21 (24) LP stammen aus dem vorgesehenen Workload für das Praxissemester, 9 (12) weitere Leistungspunkte sind im Studienaufbau der Fächer und in den Bildungswissenschaften zusätzlich für das Praxissemester vorgesehen (d.h. jeweils 3 LP pro Bereich). Im Fach Sport kommen als Besonderheit noch zwei weitere Leistungspunkte für die aktive Teilnahme an der Veranstaltung „Einführung in die empirische Schulsportforschung“ aus dem Spezialisierungsmodul K hinzu (vgl. Kapitel 3.3).

Zusammenfassend betrachtet verteilt sich der Arbeitsaufwand wie folgt auf die einzelnen Lernorte:

Praxissemester:
25 LP = 750 h Arbeitsaufwand
Praxisphase mit den Lernorten Schule und ZfsL Vorbereitung und Begleitung am Lernort Universität
  1. Anwesenheit in der Schule: Ca. 12 h / Woche an 4 Anwesenheitstagen für

    • Hospitationen,
    • Unterrichtsversuche und –vorhaben unter Begleitung
    • außerunterrichtlichen Aktivitäten
    • die Durchführung der universitär geplanten Unterrichts- und Studienprojekte

    Summe: Ca. 240 h = 8 LP


  2. Restliche Zeit für die/das

    • Vor- und Nachbereitung der Unterrichts-versuche und -vorhaben oder
    • außerunterrichtlichen Aktivitäten
    • einführenden und begleitenden Angebote der ZfsL und der Schulen
    • Beratungsgespräche mit Fachleiter(inne)n und Ausbildungslehrer(inne)n
    • Führen des Portfolios
    • Bearbeitung der Studien- und Unterrichtsprojekte
    • Bilanz- und Perspektivgespräch

    Summe: Ca. 150 h = 5 LP

  1. Theorie-Praxis-Modul in den Bildungswissenschaften (7 LP)

    • Vorbereitungsseminar (2 LP)
    • Begleitseminar (2 LP)
    • Studienleistung (1 LP)
    • Modulprüfung (2 LP)
  1. Theorie-Praxis-Modul im Fach 2 (7 LP)

    • Vorbereitungsseminar (2 LP)
    • Begleitseminar (2 LP)
    • Studienleistung (1 LP)
    • Modulprüfung (2 LP)
  1. Theorie-Praxis-Modul im Fach Sport (7 LP)

    • Vorbereitungsseminar (2 LP)
    • Begleitseminar (2 LP)
    • Studienleistung (1 LP)
    • Modulprüfung (2 LP)
  1. Einführung in die empirische Schulsportforschung (2 LP) aus Modul K als Besonderheit im Fach Sport

Summe: 13 LP = 390 h

Summe: 21(+2) LP, davon 9 LP (+2 LP im Fach Sport) aus den Fächern und Bildungswiss. und 12 LP aus dem Praxissemester = 360 h


Wichtiger Hinweis:
Während der Praxisphase des Praxissemesters ist die Teilnahme an Exkursionen im Fach Sport nicht möglich. Bitte koordinieren Sie auch frühzeitig die Termine der Praxisphase mit den Terminen der Seminare und Prüfungen, die sie während des Praxissemsters besuchen bzw. absolvieren wollen!


5.2 Ausbildungsregion und Bewerbungsverfahren

Der schulpraktische Teil des Praxissemesters wird an einer von dem Studierenden angestrebten Schulform innerhalb der Ausbildungsregion der TU Dortmund absolviert:

  • Arnsberg: Lehramt an Grundschulen, Haupt-, Real- und Gesamtschulen, Gymnasien und Gesamtschulen,
  • Dortmund: Lehramt an Grundschulen, Haupt- Real- und Gesamtschulen, Gymnasien und Gesamtschulen und an Berufskollegs sowie für sonderpädagogische Förderung,
  • Hamm: Lehramt an Grundschulen, Gymnasien und Gesamtschulen und für sonderpädagogische Förderung,
  • Bochum: Lehramt an Grundschulen,
  • Duisburg: Lehramt für sonderpädagogische Förderung,
  • Gelsenkirchen: Lehramt für sonderpädagogisch Förderung,
  • Hagen: Lehramt an Grundschulen und an Berufskollegs.

Dabei sind alle öffentlichen Schulen dieser Region Ausbildungsschulen, wobei nicht immer alle ZfsL und damit auch Schulen der einzelnen Regionen für einen Praxissemester-Durchlauf freigegeben sein werden. Die Bezirksregierung aktualisiert deshalb halbjährlich vor Beginn des Anmeldezeitraums die entsprechenden Schullisten. Diese Listen können die Studierenden bei ihrer Anmeldung einsehen. Das Praxissemester kann zudem auch mit Zustimmung des Ersatzschulträgers an einer genehmigten Ersatzschule abgeleistet werden. Eine Absolvierung des Praxissemesters in einem anderen Bundesland oder im Ausland ist aufgrund der notwendigen Begleitung in dieser Praxisphase nicht möglich. Die für das Praxissemester gewählte Schule soll von den Studierenden nicht als Schülerin oder Schüler besucht worden sein.

Für die Anmeldung und Verteilung von Praktikumsplätzen wird das landesweit einheitliche onlinegestützte Verfahren PVP (= Plattform zur Vergabe von Praktikumsplätzen) angewandt. Die Anmeldung über PVP hat für das erste Schulhalbjahr bis zum 15. Mai und für das zweite Schulhalbjahr bis zum 7. November zu erfolgen (den Link zur PVP-Anmeldung finden Sie hier. Die Anmeldezeiträume und das genaue Anmeldeverfahren werden spätestens zu Vorlesungsbeginn von der Abteilung Theorie-Praxis-Kooperationen des Dortmunder Kompetenzzentrums für Lehrerbildung und Lehr- / Lernforschung (DoKoLL) bekanntgegeben (weitere Informationen des DoKoLLs finden sich hier).

Voraussetzung für die Anmeldung ist die Einschreibung in das Masterstudium und der Nachweis der aktiven Teilnahme an den drei (Lehramt an Grundschulen: vier) universitären Vorbereitungsseminaren (nachgewiesen durch die LSF-Anmeldung). Die PVP-Anmeldung für einen Praktikumsplatz erfolgt über die Unikennung des/der Studierenden. Differenziert nach Lehramt und Fächerkombination werden alle Schulen angezeigt, die in der Ausbildungsregion in dem jeweiligen Durchgang in Frage kommen. Die Studierenden können fünf Prioritäten angeben. Die Verteilung und Zuweisung der Plätze erfolgt durch die Abteilung Theorie-Praxis-Kooperationen des DoKoLL und wird den Studierenden auf elektronischem Wege mitgeteilt (SS: Juni; WS: Dezember). Die Zuweisung ist von den Studierenden spätestens zwei Monate vor Beginn des schulpraktischen Teils des Praxissemesters durch eine Annahmeerklärung zu bestätigen. Diese Erklärung ist in der Abteilung Theorie-Praxis-Kooperationen des DoKoLL einzureichen und stellt zugleich die Anmeldung zur Prüfung zum Praxissemester dar. Wird diese Annahmeerklärung nicht ordnungs- und fristgerecht eingereicht bzw. wird ein zugewiesener Platz ohne triftige Gründe abgelehnt, gilt der schulpraktische Teil des Praxissemesters als erstmals nicht bestanden. Dies gilt auch, wenn nach der Annahme des zugewiesenen Platzes die Tätigkeit an der Praktikumsschule ohne triftige Gründe nicht aufgenommen oder abgebrochen wird. Der schulpraktische Teil des Praxissemesters darf nur einmal wiederholt werden (vgl. Kapitel 4.4).

Ein Tausch von Praktikumsplätzen ist nicht möglich. Das Semesterticket ermöglicht es den Studierenden die Wege zwischen dem Studien-/Wohnort und der Schule durch die Nutzung des ÖPNV zurückzulegen. Zudem soll gewährleistet werden, dass das Ausbildungsprogramm des Praxissemesters trotz der Fahrtzeiten zwischen Schule und dem Studienort bewältigt werden kann.


5.3 Härtefallanträge und Anrechnung anderer Leistungen

Studierenden, die das Vorliegen von besonderen Einschränkungen und schwerwiegenden sozialen Härten nachweisen, wird entsprechend ihrer Schulwünsche und Anforderungen an die Praktikumsschule vor der Verteilung der Praktikumsplätze manuell ein Platz zugewiesen. Als besondere Einschränkung und schwerwiegende soziale Härte sind insbesondere zu berücksichtigen:

  1. Im Haushalt lebende, überwiegend zu betreuende minderjährige Kinder bzw. Kinder mit nachgewiesenen gesundheitlichen Problemen,
  2. bestehende Schwangerschaft,
  3. Studierende mit fachärztlich nachgewiesenen Behinderungen (Grad der Behinderung von 50 oder mehr Prozent) oder chronischen Erkrankungen, die längere Anreisen bzw. einen Wohnortwechsel unzumutbar machen oder spezifische Rahmenbedingungen am Lernort Schule erfordern,
  4. alleinige Betreuung oder Mitbetreuung eines anerkannten, ärztlich bescheinigten Pflegefalls.

Der vollständig ausgefüllten Antrag „Geltendmachung sozialer Kriterien im Rahmen der Platzvergabe zum schulpraktischen Teil des Praxissemesters“ muss inklusive der erforderlichen Nachweise bei der Abteilung Theorie-Praxis-Kooperationen des DoKoLL eingereicht werden (Merkblatt und Antrag zur „Geltendmachung sozialer Kriterien“ finden sich hier). Das Fristende für die Einreichung von Anträgen wird rechtzeitig zur jeweiligen Vergabephase bekannt gegeben.

Die Anrechnung anderer Leistungen für den schulpraktischen Teil oder das komplette Praxissemester erfolgt gemäß § 17 der Prüfungsordnung für den Lehramtsmasterstudiengang. Der entsprechende Antrag ist an die Abteilung Theorie-Praxis-Kooperationen des Dortmunder Kompetenzzentrums für Lehrerbildung und Lehr- /Lernforschung (DoKoLL) zu stellen. Über die Anrechnung von Leistungen für den schulpraktischen Teil des Praxissemesters entscheidet der für die Lehrerbildung zuständige Prüfungsausschuss der Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie der Technischen Universität Dortmund. Die Kriterien und der Antrag für die Anerkennung anderer Leistungen finden sich hier.


5.4 Rechtliche Grundlagen

Zu Beginn der Praxisphase müssen die Praktikantinnen und Praktikanten eine sog. „Verschwiegenheitserklärung“ unterschreiben, durch die sie versichern, alle personenbezogenen Daten vertraulich zu behandeln (weitere Informationen zum Datenschutz im Praxissemester inklusive den Voraussetzungen für Videoaufnahmen in der Schule finden sich hier). Außerdem müssen sie die Erklärung zum Infektionsschutz in der Schule abgeben (Vorlage siehe hier). Während des Praktikums besteht für alle Praktikantinnen und Praktikanten gesetzlicher Unfallschutz nach Maßgabe des §2 SGB VII.


5.5 Termine und Fristen sowie FAQs

Konkrete Termine und Fristen für das Winter- und Sommersemester können hiernachgelesen werden.

Die Beantwortung typischer Fragen zum Praxissemester – sog. FAQs – finden sich hier.


6 Weitere Informationen zum Praxissemester


6.1 Ansprechpartner(innen)


TU Dortmund – Allgemeine Beratung zum Praxissemester, Anmeldeverfahren, Härtefallanträge, Anerkennungsfragen
Dortmunder Kompetenzzentrum für Lehrerbildung und Lehr-/Lernforschung (DoKoLL)
Abteilung Theorie-Praxis-Kooperationen

Emil-Figge-Str.50
Email: praxissemester@dokoll.tu-dortmund.de
Hanna Berning

Raum: 0.105a
Tel.: 0231-7552846
Email: hanna.berning@tu-dortmund.de
Sonay Gündogan

Raum: 0.104
Tel.: 0231-7556220
Email: sonay.guendogan@tu-dortmund.de

TU Dortmund – Ein- und Umschreibung, Bewerbung
Dezernat 4.2: Studierendensekretariat
Emil-Figge-Str. 61
0231-755-2345

TU Dortmund – Prüfungsangelegenheiten
Dezernat 4.3, Prüfungsverwaltung – Team 5
Emil-Figge-Str. 61

6.2 Downloads

An dieser Stelle finden Sie allgemeine Informationen sowie standortspezifische Überlegungen zur Ausgestaltung des Praxissemesters im lehramtsbezogenen Masterstudium an der TU Dortmund, die diesem Homepagetext zugrunde liegen:


Gesetze und Rahmenvorgaben


Standortspezifische Materialien

Inhaltsverzeichnis


Studium eines Erweiterungsfaches nach LABG 2009

Seit dem Wintersemester 2015/2016 ist an der Technischen Universität Dortmund das Studium eines Erweiterungsfaches möglich. Dieses Angebot richtet sich an Masterstudierende der TU Dortmund sowie an Absolventinnen und Absolventen eines Lehramtsstudiengangs.


1 Aufbau

Der Umfang entspricht der Leistungspunktezahl eines Vollstudiums. Ein zusätzliches Praxissemester ist im Rahmen des Studiums eines Erweiterungsfaches nicht erforderlich. Eine Masterarbeit kann im Erweiterungsfach nicht angefertigt werden. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums des Erweiterungsfaches wird ein Zeugnis darüber ausgestellt. Dieses hat nur Gültigkeit in Kombination mit dem Zeugnis über einen bestandenen Lehramtsmasterstudiengang.

Die Übersichten zu den einzelnen Lehramtsstudiengängen im Fach Sport finden sich auf der Seite Studium-Bachelor/Master (LABG 2009).


2 Zugangsvoraussetzungen

Die Zulassungsvoraussetzungen sehen wie folgt aus:


(1) Für Studierende der TU Dortmund:

Voraussetzung für die Studienaufnahme ist die Einschreibung in den Masterstudiengang nach LABG 2009. Zusätzlich sollen mindestens 30 Leistungspunkte im Master erbracht worden sein.


(2) Für Absolventinnen und Absolventen eines Lehramtsstudiengangs in Nordrhein-Westfalen:

Interessierte, die bereits ein Studium an einer Hochschule nach § 10 (2) LABG in Nordrhein-Westfalen abgeschlossen haben, können sich ebenfalls für ein Erweiterungsfach bewerben beziehungsweise einschreiben. Hierzu zählen Absolventinnen und Absolventen mit Studienabschlüsse nach den Prüfungsordnungen LPO 1994, LPO 2003 sowie Studienabschlüsse nach dem Modellversuch.


(3) Für Absolventinnen und Absolventen eines Lehramtsstudiengangs anderer Bundesländer:

Absolventinnen und Absolventen von Hochschulen anderer Bundesländer benötigen darüber hinaus die Anerkennung ihres Abschlusses für den Zugang zum Vorbereitungsdienst oder den Schuldienst in Nordrhein-Westfalen.


Spezielle Voraussetzung im Fach Sport:

Weitere Voraussetzung für die Einschreibung in das Fach Sport ist die erfolgreich absolvierte Eignungsprüfung im Fach Sport. Sie findet an der TU Dortmund einmal im Jahr statt, i.d.R. im Juni. Weitere Informationen zum Anmeldeverfahren und zu den Leistungsanforderungen finden sich auf der Seite zur Eignungsprüfung.


3 Bewerbung und Einschreibung

Die Aufnahme des Studiums eines Erweiterungsfaches ist nur zum Wintersemester im Rahmen eines Zweitstudiums möglich. Es gelten die Einschreibefristen und örtlichen Zulassungsbeschränkungen der Technischen Universität Dortmund. Vor der Einschreibung ist ein obligatorisches Beratungsgespräch im Dortmunder Kompetenzzentrum für Lehrerbildung und Lehr-/Lernforschung (DoKoLL) zu führen. Interessierte bringen zum Beratungsgespräch bitte den für sie vorgesehenen Beratungsbogen mit. Dieser ist Bestandteil der Einschreibungsunterlagen. Studierende der TU Dortmund müssen zusätzlich das Team 5 der Prüfungsverwaltung aufsuchen.


Weitere Informationen finden sich unter http://www.dokoll.tu-dortmund.de/cms/de/Lehramtsstudium/Studierende1/Studienorganisation/Erweiterungsfach1/index.html und in der folgenden "Ordnung für das Studium eines Erweiterungsfaches nach dem LABG 2009":


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Ordnung für das Studium eines Erweiterungsfaches nach dem LABG 2009
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29. Jul 2016 - 12:06