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Das Institut für Sport und Sportwissenschaft der TU Dortmund taucht im aktuellen CHE-Ranking im Fach Sport auf, obwohl es – wie andere Institute in Deutschland auch – nicht (!) am Ranking teilgenommen hat. Damit wird den Abnehmern – den Studierenden bzw. Studienanfängern – mit fragwürdigen Methoden eine Realität vorgegaukelt, die nicht den Gegebenheiten entspricht. Aktuell bedeutsam für Studienanfänger in Dortmund ist z.B. die Anhebung der Abiturnote um den Wert von 1,0 bei bestandener Eignungsprüfung Sport.

Hintergrund ist die seit längerem von einer Reihe von Fächern geführte Auseinandersetzung mit dem CHE (Centrum für Hochschulentwicklung) über die Angemessenheit und Aussagekraft der durchgeführten Rankings, die in wesentlichen Punkten massiv angezweifelt wird.

Die zum Dortmunder Sportinstitut gegebenen Informationen „Veröffentlichungen pro Professur“ basieren auf Daten, die das CHE aus nicht näher beschriebenen Quellen zusammengestellt hat. Alle anderen Bereiche wurden ausgelassen. Insbesondere hat das CHE die Universitäten erst nach Veröffentlichung über dieses ungewöhnliche und befremdliche Vorgehen informiert. Die betroffenen Institute und auch die betroffenen Fachverbände wurden vom CHE überhaupt nicht informiert.

Das aktuelle Vorgehen des CHE zeigt, dass es nicht bereit ist, auf die formulierten Kritiken am Ranking einzugehen. Schlechte und unvollständige Informationen werden vom CHE offenbar höher gewichtet als gar keine Information. Welche Informationen Studierende über die schlichte (und zudem nicht nachvollziehbare) Zahl der „Veröffentlichungen pro Professur“ über den Studienstandort Dortmund im Fach Sport erhalten sollten, bleibt wohl dem CHE allein vorbehalten.

Vermutlich geht es aber im Kern auch um wissenschaftspolitische Machtspiele und nicht um die Herstellung von Transparenz für Studierende. Das CHE möchte seine Position durchsetzen, im aktuellen Fall eben auch gegen den erklärten Willen der Beteiligten. Auch konstruktive Vorschläge (z.B. des Fachs Soziologie) wurden nicht aufgegriffen.

Wie im Sport durchaus üblich, sind wir weder gegen Wettbewerbe oder Rangfolgen, sie sollten aber – wie ebenfalls im Sport üblich – auf fairen Grundlagen basieren. Dazu gehört als erste Voraussetzung eine Einwilligung in die Teilnahme.Wir sind der Auffassung, dass durch vorliegende Informationen auf der Homepage oder auch durch direkte Nachfragen bei der Studierendenfachschaft deutlich bessere und differenziertere Informationen zur Studienwahl und Studienort erlangt werden können als durch rudimentäre und methodisch fragwürdige Qualitätsbewertungen über das CHE. Zur Nutzung dieser Quellen möchten wir auch potenzielle

Studienanfängerinnen und –anfänger ausdrücklich ermuntern! Wir freuen uns auch über Rückmeldungen von Studierenden, welche Informationen Ihnen geholfen haben, am Dortmunder Sportinstitut mit dem Studium zu beginnen.

Zurück   (26.05.2015)