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Bei einem Treffen an der Technischen Universität Dortmund präsentierte Professor Jaitner mit seinen Mitarbeitern/-innen die Ergebnisse von zwei durch das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) geförderten Projekten. Hierbei wurden die Projektergebnisse nicht nur auf dem Beamer präsentiert, sondern standen auch zum Begutachten und Erproben bereit.

Für das Gruppentraining im Radsport stellt sich die Frage nach der optimalen Positionierung und Trainingsintensität für die verschiedenen Fahrerpositionen im Feld. Um einen möglichst hohen Trainingseffekt zu erreichen, macht es daher Sinn die Positionswechsel in Abhängigkeit von den individuellen Belastungsgrenzen zu steuern. Ziel des ersten Projektes war es daher eine Echtzeit-Steuerung mit Online-Feedback für die Fahrer zu entwickeln. Hierfür müssen alle verwendeten Räder mit Messkurbeln und die Probanden mit Herzfrequenzgurten ausgestattet werden. Während des Trainings werden alle Messdaten an eine Art Tablet-Computer gesendet, der auf jedem Rad installiert ist. Die einzelnen Computer kommunizieren drahtlos über WLAN miteinander und tauschen die Daten gegenseitig aus. Über verschiedene Algorithmen wird fortlaufend ermittelt mit welcher Leistung, Herz- und Trittfrequenz idealerweise trainiert werden soll und welcher Fahrer sich wo im Feld positionieren muss. Hierbei bekommt der Fahrer alle Anweisungen über ein eigens gestaltetes Graphical User Interface (GUI) dargestellt.

Im zweiten Projekt namens „SpoSens“ sollte ein mobiles Messsystem zum Online-Monitoring von Leistungsparametern hochdynamischer Sprint- und Sprungbewegungen entwickelt und evaluiert werden. Zu diesem Zweck wurde im ersten abgeschlossenen Projektteil ein kleiner Messknoten entwickelt, der alle Bewegungsdaten mittels Inertialsystem aufnimmt und verschiedene Bewegungscharakteristika wie Bodenkontaktzeit, Flugzeit etc. berechnet. Durch die kompakte Größe und das geringe Gewicht kann die entwickelte Messbox vom Sportler während des Trainings am Knöchel getragen werden. Zur Demonstration wurde ein Proband ebenfalls mit dem Messknoten ausgestattet. Die Funktionalität wurde anschließend mittels DropJump des Probanden von einem 40 cm hohen Podest vorgeführt. Hierbei wurden die erfassten Messdaten auf dem Messknoten berechnet, die Ergebnisse drahtlos zu einem Tablet-Computer übertragen und dort visualisiert. Im zweiten Projektteil soll innerhalb des nächsten Jahres das Messsystem an zwei Fallstudien evaluiert und in diesem Rahmen die Hard- und Software überarbeitet werden.

Zurück   (24.11.2014)