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Doktorhut für Ursula Zender

Vor der Prüfungskommission und anwesenden ehemaligen Kollegen/innen hat Ursula Zender am 17. März 2017 ihre Dissertationsschrift zum Thema: 'Sport im Lebenslauf türkisch-muslimischer Migrantinnen – Sport(vereins)biografien vor dem Hintergrund „objektiver“ Lebensbedingungen und „subjektiver“ Lebensgestaltung' am Institut für Sport und Sportwissenschaft erfolgreich verteidigt.

Die Beschäftigung mit den Sportengagements von Heranwachsenden mit Migrationshintergrund hat zwar in den letzten Jahren an Fahrt aufgenommen. Dennoch liegen bislang nur wenige Studien vor, die versuchen, Sportengagements in der Lebensführung und im Lebenslauf von jungen Frauen türkisch-muslimischer Herkunft systematisch zu rekonstruieren und dadurch Hinweise für die geringe Sportvereinspartizipation dieser Mädchen zu erhalten.

Ursula Zender schließt mit ihrer Thematik an ein umfangreicheres Forschungsvorhaben (gefördert durch das Bundesinstitut für Sportwissenschaft; vgl. Burrmann, Mutz & Zender, 2015) an, welches auf einer Sekundäranalyse quantitativer Daten und einer qualitativen Analyse von 35 Interviews mit Jugendlichen und jungen Erwachsenden mit Migrationshintergrund beruht. Die qualitative Teilstudie wurde federführend von Ursula Zender konzipiert, durchgeführt und ausgewertet. Die Stärken der Arbeit liegen u.a. in der sorgfältigen und tiefgründigen Analyse von 12 leitfadengestützten Interviews mit türkisch-muslimischen Mädchen und jungen Frauen die mittels Dokumentarischer Methode ausgewertet werden und in der Einordnung der Befunde in einen sozialisationstheoretischen Bezugsrahmen. Die Arbeit liefert viele wertvolle Erkenntnisse und Anregungen, die von anderen Forschern/-innen hoffentlich aufgegriffen und weitergeführt werden können.

Zurück   (18.04.2017)